Töpfermuseum Thurnau

Spezialmuseum für Thurnauer Töpferware

Kunst baut Brücken. Werkschau zum XIII. Europa-Symposium Thurnau
 

4. September bis 2. Oktober 2022

Alljährlich findet in Thurnau das Europa-Symposium statt. Maler und Bildhauer aus verschiedenen Ländern sind für eine Woche in Thurnau zu Gast und arbeiten unter Anteilnahme der Bevölkerung an ihren Werken. Die Zeichnungen, Gemälde und Skulpturen werden anschließend im Töpfermsueum Thurnau für vier Wochen ausgestellt.


Wilhelm Kempff. Lebensjahre des berühmten Pianisten in Thurnau und Positano.

04. Oktober 2022 bis 06. Januar 2023

Wilhelm Kempff war und ist in der Welt der klassischen Musik eine Berühmtheit, ein „Jahrhundertpianist“. Seine Interpretationen von Beethoven, Brahms, Schumann und Schubert setzen bis heute Maßstäbe.

1895 wird Kempff in Jüteborg südlich von Berlin geboren und wächst in Potsdam auf. Ersten Klavierunterricht erhält er von seinem Vater, dem königlichen Musikdirektor an der Nikolaikirche Potsdam.

Während des Ersten Weltkriegs studiert Wilhelm Kempff an der Königlichen Hochschule für Musik in Berlin Klavier und Komposition. Sein Debüt gibt er 1918 bei den Berliner Philharmonikern mit Beethovens 4. Klavierkonzert unter Arthur Nikisch. Ein Jahr später beginnt Kempff mit einer Skandinavien-Tournee seine Weltkarriere und nimmt erste Schallplatten auf. 1924 wird er für fünf Jahre zum Direktor der Württembergischen Hochschule für Musik in Stuttgart berufen. Hier lernt er seine Frau Helene kennen. Von 1931 bis 1942 leitet er einen Meisterkurs für Klavier im Marmorpalais Potsdam.

Die öffentliche Stellung Kempffs in Nazi-Deutschland ist umstritten. 1934 widmet er seine in Italien spielende Oper „Familie Gozzi“ dem italienischen Diktator Benito Mussolini. 1944 nimmt Hitler Kempff in die Liste der „Gottbegnadeten“ auf, was ihn vor einem Kriegseinsatz bewahren sollte. Ende 1944 wird er dennoch zum Volkssturm eingezogen und an der Panzerfaust ausgebildet. Kempff ist eigentlich nicht politisch, lässt sich aber von den Nationalsozialisten wie andere Künstler mit großem Namen gezielt in die Kulturarbeit einbeziehen und konzertiert häufig in besetzten oder verbündeten Ländern.

Dank seiner Kontakte wird Kempff am 4. Februar 1945 mit seiner Familie nach Thurnau evakuiert, dem einstigen Adelssitz seiner Frau Helene, einer geborenen Hiller von Gaertringen.

Nach einem anfänglichen Konzertierverbot der amerikanischen Militärregierund kann Kempff seine internationale Karriere fortzusetzen. Er spielt an allen renommierten Konzerthäusern und erlangt weltweiten Ruhm.

1957 gründet Kempff die Fondazione Culturale Orfeo in Positano und gibt Beethoven-Interpretationskurse für ausgewählte Meisterschüler.
Wilhelm Kempff stirbt 1991 im Alter von 96 Jahren in Positano. Seit dem Jahr 2000 verbindet Thurnau und Positano eine Städtepartnerschaft, die sich unter anderem auf das Leben und Wirken Wilhelm Kempffs gründet.


Frau

Sommer 2023

Das im Jahr 2018 von Antonio Spanedda konzipierte Kunstprojekt "Frau" widmet sich der Identität von Frauen, speziell von Frauen mit Einwanderungsgeschichte, die von sich erzählen und Stellung zur weiblichen Welt im allgemeinen beziehen. Die daraus entstehenden Porträts, Fotografien und Videos rücken Themen, Lebenswelten und Persönlichkeiten von Frauen aus verschiedenen Ländern und Kulturen in den Fokus.

Wolfgang Krebs, Leiter des Schlosstheaters Thurnau, ist es zu verdanken, dass das Kunstprojekt nach ersten Stationen in München und Novara nun auch in Kulmbach und Thurnau stattfinden kann. In mehreren Workshops werden Frauen dazu eingeladen, ihre Geschichten zu erzählen. Die Fotografin Rosy Sinicropie und Antonio Spanedda machen die Geschichten, Bilder, Gefühle, Träume und Hoffnungen mit Hilfe der Kunst als universelles Ausdrucksmittel zugänglich.